Montag - Die Kinder waren heute viel zu früh wach. Ich hatte keine Lust, in die Stadt zu fahren, musste aber. Immerhin war in Österreich Feiertag und die Arbeit entsprechend ruhig. Man nimmt, was man kriegt.

Das EEG war interessant. „Augen zu, bitte denken Sie an nichts.“ Ja, genau. Der Klassiker. Sag einem Menschen, er soll an nichts denken, das funktioniert sicher.

Insgesamt war der Arztbesuch eher so mittel. Wieder zu Hause hab ich noch eine Stunde gearbeitet, bevor die nächste Schicht Kinderbespaßung anstand.

Die Kleine brauchte anschließend gefühlt eine halbe Ewigkeit, um runterzukommen und einzuschlafen. Irgendwann war dann auch dieser Arbeitstag namens Familienleben geschafft.

#amendedestages liegen beide Kinder im Bett. Ich sitze mit einem alkoholfreien Bier vor einer Arte-Doku über Dracula. Passend zur Jahreszeit. Nach diesem Tag bin ich allerdings eher Team Vampir: einfach mal die Tür zumachen und 100 Jahre schlafen.
Reicht dann auch.

Was für ein Stress schon am frühen Morgen. Beide Kinder direkt auf Betriebstemperatur, und zwar nicht auf die angenehme Art. Manchmal fragt man sich ja, ob die morgens heimlich irgendwo einen doppelten Espresso trinken, während man selbst noch versucht, überhaupt zu verstehen, welcher Wochentag ist.
Der Vormittag war dann mit Heimwerken gefüllt. Man hat ja immer irgendwas am Haus zu tun. Dafür hab ich zwischendurch eine ziemlich coole Budgetplanungs-App gefunden, die tatsächlich sowohl auf Fedora als auch auf iOS läuft. Manchmal geschehen eben doch noch kleine Wunder. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob ich damit meine Finanzen in den Griff bekomme oder künftig einfach nur hübscher dokumentiere, wie das Geld verschwindet.
Mittags gab's aufgetaute Kartoffelsuppe. Und die war geil. Ich finde, das darf man auch mal festhalten. Nicht jedes kulinarische Erlebnis muss mit drei Stunden Vorbereitung und einem Instagram-tauglichen Teller verbunden sein.
Am Nachmittag stand dann Kürbiskaufen für Halloween auf dem Programm. Familienausflug, nur dass man am Ende Gemüse nach Hause schleppt, das man anschließend mit Messern bearbeiten darf. Was soll da schon schiefgehen?
Allerdings kratzt es schon wieder irgendwo im Hals. Hat mich die Kleine etwa schon wieder angesteckt? Ich hatte eigentlich gehofft, dass mein Immunsystem inzwischen verstanden hat, wie dieser Kindergartenbetrieb funktioniert. Aber offenbar sind wir da noch in der Testphase.
#AmEndeDesTages wollte ich mir dann noch Wallander anschauen. Hatte ich irgendwie besser in Erinnerung. Nach ein bisschen Recherche dann die Erkenntnis: Ach, natürlich. Der Wallander mit Kenneth Branagh war der gute. Nicht das schwedische Original. Wieder was gelernt. Oder auch nicht, denn jetzt muss ich erst mal schauen, wo ich den anderen wiederfinde.
Vergesst nicht die Zeitumstellung und Gute Nacht

Der Tag ist eigentlich ziemlich entspannt gestartet. Das neue Schreibtisch-Setup scheint tatsächlich zu funktionieren, die Arbeit war auch okay und nach Feierabend hab ich es sogar geschafft, Home Assistant auf dem Raspberry Pi zu installieren. Jetzt hab ich also Home Assistant. Was ich damit mache, keine Ahnung. Aber es ist installiert und das ist ja schon mal die halbe Miete. Vermutlich.
Dann kamen die Kinder und haben beschlossen, dass es jetzt reicht mit der entspannten Stimmung. Komplett überdreht, ständig hat irgendjemand geweint und der Nachmittag war einfach nur anstrengend. Dieses Geräusch, wenn ein Kind weint, während das andere gerade Anlauf nimmt, um ebenfalls ein Problem zu haben. Herrlich. Irgendwann ist man auch einfach durch..
#AmEndeDesTages muss man die Dinge nehmen, wie sie kommen. Home Assistant ist installiert, der Schreibtisch steht und die Kinder haben mich heute noch mal daran erinnert, warum Elternzeit zwar schön ist, aber nicht unbedingt erholsam.
Ich schau mir jetzt die letzten beiden Folgen der Doku über Scorsese an. Raspberry Pi kann Raspberry Pi sein, die Welt kann Welt sein. Ich bin dann mal kurz nicht zuständig.